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Sanikelkraut geschnitten

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Aus Überlieferungen galt Sanikelkraut als altes Hausmittel, das zu Umschlägen und Bädern bei schlecht heilenden Wunden, sowie zu Spülungen bei entzündeten Mund-, Rachen- und Nasenschleimhaut verwendet wurde. Weitere Anwendungsbereiche waren Katarrhe der Luftwege, Magenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Quetschungen oder Zerrungen. Außerdem wurde Sanikelkraut eine blutreinigende Wirkung nachgesagt.

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Beschreibung

Sanikelkraut geschnitten

Zusammensetzung: Sanikelkraut geschnitten, naturbelassen

Zubereitungsempfehlung Tee : Soweit nicht anders verordnet, wird 3 mal täglich eine Tasse des wie folgt frisch bereiteten Teeaufgusses getrunken: Etwa 1 Teelöffel voll Tee wird mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) übergossen, bedeckt etwa 10 Minuten ziehen gelassen und dann durch ein Teesieb gegeben. Für Wundauflagen wird 1 gehäufter Eßlöffel voll mit 1/2 Liter Kaltwasser angesetzt und kurz aufgekocht. Mit dem täglich frisch zubereitetem Abkochung werden Umschlagskompressen getränkt und als Wundauflage 3 stündlich erneuert. Mundspülungen ebenfalls täglich einige Male, besonders gleich nach dem Essen und vor dem zu Bett gehen.

Wichtiger Hinweis: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir hier keine Heil- oder Gesundheitsberatung durchführen dürfen!

Sonstiges: Wir füllen Ihre gewünschte Menge bei jeder Bestellung frisch in unserem Teeladen ab.

Wundheilende Kraft des Sanikels
Der Sanikel wurde in der Volksmedizin als „Allheilmittel“ angesehen. So wurden Wunden, Geschwüre und Magen- und Darmbeschwerden behandelt. Heute schätzt man die Wundheilung und die auswurffördernde Wirkung bei Katarrhen der Atemwege. Die wundheilende Kraft des Sanikels (Sanicula europaea L.) wurde früher für so groß gehalten, dass er selbst Fleischstücke im Topf wieder zusammenwachsen lasse. Diese sonderbare „Heilkraft“ geht wahrscheinlich auf eine Bemerkung von Plinius zurück. Sanikel wurde auch gegen den „bösen Magen“ verwendet. Im badischen diente eine Abkochung zur Behandlung von Geschwüren.
„HEIL ALLER SCHÄDEN“
Im Mittelalter gehörte das „Heilerchen“ oder das „Heil aller Schäden“ zur Notfallausrüstung jeden Arztes. Auch Soldaten verwendeten den Sanikel zur Wundversorgung. Sogar Barbiere hatten die Pflanze parat, um Schnitte zu versorgen. Lonicerus (1528 bis 1586), Naturforscher und Arzt lobte 1679 den Sanikel so: „Er ist aller Barbier Wundkraut und heilet, reinigt und säubert alle Wunden.“ Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) empfahl in ihren Schriften den Sanickel als Magen- und Darmmittel aber auch zur Wundbehandlung.
ANWENDUNGSBEISPIELE
Eine Leserin behandelte Schürfwunden bei ihrer Mutter immer mit einer Sanikel-Abkochung. Sie bereitete mit dem Kraut einen Tee, betupfte damit die Wunden oder legte einen mit Tee getränkten Verband auf. Eine andere Frau sammelt während und nach dem Zweiten Weltkrieg Sanickel, um Wunden damit zu behandeln. Auch kurierte sie mit einer Sanikel-Abkochung das von einer Kriegsverletzung herrührende offene Bein ihres Mannes.
Eine Frau berichtete mir, dass ihr Sohn schuppende Stellen am Bein hat. Der Sohn ist verzweifelt, weil ein Dermatologe sich die Ursache nicht erklären konnte. Der Facharzt war jedoch der Ansicht, dass der Patient keine Psoriasis (Schuppenflechte) hat. Als die besorgte Mutter in dem von mir und Co Autor Frank Hiepe verfassten ersten Heilpflanzenbuch „Arnika und Tausendguldenkraut“ das Kapitel über den Sanickel las, war sie ganz aus dem Häuschen. Der Sohn wurde dann erfolgreich mit Sanikel-Tee und einer Sanikel Salbe des Handelns behandelt.
WIRKSAME INHALTSSTOFFE
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Triterpensaponine, Acylsaniculoside, Rosmarinsäure, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide (mit Rutin), organische Säuren, wenig ätherisches Öl, Mineralstoffe, Vitamin C. Früher wurden als Inhaltsstoffe auch Tannine und Allantoin angegeben. In neueren Untersuchungen in neueren Untersuchen wurde dieser Stoff nicht mehr festgestellt. Die Inhaltsstoffe wirken laut der Heilpflanzenexpertin und Gründerin der Freiburger Heilpflanzenschule Ursel Bühring, entzündungshemmend, auswurffördernd, antibakteriell, antimykotisch antiviral, adstringierend und heilungsfördernd bei schlecht heilenden Wunden.
ANWENDUNG VON SANIKEL
Innerliche Anwendung: Tee, Tinktur: Bronchitis mit festsitzendem Husten Kommission E: leichte Katarrhe der Luftwege. Hilfreich bei Blähungen (auch in Kombination mit Fenchel, Kümmel, Pfefferminze). Dr. Petra Orina Zizenbacher von Wien verwendete den Tee bei Magen- und Darm Schwäche. Teezubereitung: ein bis zwei Teelöffel Sanikelkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee trinken. Den Tee kann man auch mit Honig süßen. Äußerliche Anwendung: Tee, verdünnte Tinktur: Gurgelmittel bei Zahnfleisch-und Rachenentzündung; Umschläge, Waschungen, bei Quetschungen, Zerrungen, Verstauchungen, Fisteln, Hautausschlägen, extremer. Der Handel bietet auch eine Sanikel Salbe an. Peter: Hautentzündungen, Ekzeme.
WICHTIGES ÜBER SANIKEL
Blütezeit: Mai bis Juni, Fruchtreife: August bis Oktober. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Blüte: Die weißen Blüten haben einen besonders Merkmal: die fünf Staubgefäße ragen weit mit aus ein den Blüten hervor. Die hakig- stacheligen, kugeligen Früchtchen gleichen kleinen Ketten. Verwendete Pflanzenteile: Kraut und Wurzel. Volksnamen: Zorniggel (Pfalz) Bauchwehkraut, Heil aller Schäden, Schörnigel, Schärnigel, Zahnnickel, Kranikelkraut, Tranikelkraut, Bruchkraut, Wundsanikel, Zaunickel, Waldklette. Vorkommen: Bruno Vornaburg bezeichnet den Sanikel als richtigen Waldschwärmer. Bevorzugt kommt der Doldenblütler in Laubwäldern und im Gebüsch vor. Er gedeiht auf humusreichen, feuchten Böden bis 1700 m Höhe. In manchen Gegenden des Schwarzwaldes macht sich der Sanikel rar. Anbau im Garten: Wer Samen hat, kann diese aussähen oder man besorgt sich Setzlinge. Wichtig sind ein humusreicher Boden und ein schattiger Platz im Garten, am besten unter Sträuchern. Der Sanikel gedeiht durch die richtige Pflege sehr gut und vermehrt sich recht schnell.
Quelle:
Heinz Scholz Arzneimittel Analytiker, Buchautor
Ausgabe: Kneipp Journal aktiv & gesund – Juli/August 2022

 

Zusätzliche Informationen

Nettogewicht

50g, 100g, 250g, 500g

Herkunftsland

Bulgarien

Wichtiger Hinweis

Grenzen der Selbstbehandlung

Teesorte

Heilkaut, Kräutertee, Monokraut