Die besten Schwarz-Tee Sorten

Während Experten sich streiten, ob Camellia sinensis oder Camellia assa-mica die erste "richtige" Teepflanze war, halten sich Genießer lieber an...

Je nach Anbauregion unterscheiden sich die Verarbeitungsmethoden beträchtlich. Man kann aber den gesamten Prozeß in vier Phasen einteilen: Welken, Rollen, Fermentieren und Trocknen (>Rösten<).

In China, Taiwan, Sri Lanka, Indonesien und Teilen Indiens arbeitet man teils noch nach der traditionellen Methode, die größere Blattgrade produziert. Die gepflückten Blätter bereitet man zum Welken auf 25-30 m langen Welktrögen aus, die mit riesigen Ventilatoren belüftet werden. Feinere Sorten werden in den Schatten gelegt. Sind die Blätter schlaff genug, werden sie gerollt, ohne die Oberfläche des Blattes aufzubrechen. In dieser Phase haben sie einen fruchtigen, Apfel ähnlichen Geruch. Danach rollt man die welken Blätter stärker, um die Zellen aufzubrechen und die chemischen Substanzen freizusetzen, die Farbe und Aroma bestimmen.
Das geschieht auf einigen Plantagen heute noch von Hand, in der Regel aber mit Maschinen. Die gerollten Klumpen Tee werden abgebrochen und in kühler, feuchter Atmosphäre 1-3 Stunden lang in großen Wannen oder auf Tischen in einer 4 ca. 10 cm hohen Schicht ausgebreitet, um Sauerstoff aufzunehmen. Die Blattzellen oxidieren und wandeln ihre Farbe von grün zu kupferrot.
Beim Fermentieren erhitzt sich das Blatt durch den Ablauf verschiedener chemischen Reaktionen. Die Fermentation muss genau dann abgebrochen werden, wenn die Blätter sich nicht weiter erhitzen. Schließlich trocknet man sie um den Oxidationsprozeß abzubrechen. Die rotbraunen Blätter werden jetzt schwarz und nehmen den typischen Teegeruch an. Das trocknen geschah früher – und in einigen chinesischen Fabriken noch heute – über Holzfeuern, meistens jedoch trocknet man mit Heißluft oder in holz- oder ölbeheizten Etagentrocknern bei 85-88°C.
Während dieser 20-22 Minuten wird das Wasser entzogen, und der Zellsaft trocknet aus. Die CTC- Methode (crushing, tearing, curling = zermalmen, zerreißen, rollen) ergibt kleinere Blattgrade mit stärkerem Aufguss.

Der Darjeeling Distrikt gehört zweifelsohne zu den renommiertesten Teeanbaugebieten, aus denen die besten Tees der Welt kommen. An den Südhängen des Himalayas auf einer Höhe bis zu 2500 m, produzieren über 80 Plantagen die weltweit edelsten Sorten. Diese zeichnen sich durch eine helle, leichte, blumige Note und ihr liebliches und dennoch intensives Aroma aus. Klimabedingt gibt es auf den Darjeeling-Plantagen zwei Haupterntezeiten. Die Frühlingspflückung (first flush) ist besonders zart, hell, duftig und etwas grünlich im Aufguss. Die Sommerpflückung (second flush) ist dagegen kräftiger in der Tasse und abgerundeter im Geschmack.         

Cha-Lo Tee-Impressionen