Grüntee - ein Juwel fernöstlicher Teekultur

...man trocknen und behandelt sie dann mit Heißluft, um die Fermentation zu stoppen.

In China werden heute noch an einigen Orten die bewährten Methoden per Hand ausgeführt, vor allem für die Herstellung der Spitzentees. In einigen Fabriken wurden jedoch mittlerweile Maschinen eingesetzt. Traditionell werden die frischen, grünen Blätter auf Bambussieben ausgebreitet und für ein oder zwei Stunden dem Sonnenlicht oder natürlich warmer Luft ausgesetzt. Danach >röstet< man die Blätter in kleinen Mengen in Pfannen und bewegt sie dabei mit der Hand. Einige grünen Tees werden eher gedämpft als >geröstet<. Nach vier oder fünf Minuten werden die aufgeweichten Blätter auf Bambustischen zu kleinen Kugeln gerollt – ein Arbeitsgang, den man früher in größeren fabriken mit den Füßen ausführte. Die Teekugeln werden dann sofort wieder in die heiße Pfanne gelegt und  schnell bewegt, ehe man sie ein zweites Mal rollt und dann trocknen lässt. Nach ein oder zwei Stunden nehmen die Blätter dann ein stumpfes Grün an und verändern sich nicht weiter. Dann werden sie gesiebt und nach Größe sortiert.

In Japan werden die frisch gepflückten Blätter auf einem Fließband gedämpft, um sie zart zu machen, und nachdem sie ausgekühlt sind, mehrmals gerollt, geknetet und getrocknet, bis alle Feuchtigkeit verdunstet ist. Ein letztes Rollen formt die Blätter vor der abschließenden Trockenphase. Danach lässt man den Tee abkühlen und verpackt ihn in luftdichte Behälter. Einige japanische Tees werden immer noch von Hand hergestellt, die meisten Fabriken sind heute jedoch voll automatisiert.

Cha-Lo Impressionen